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Erfolgreicher 1. Leguminosen-Tag
Am Freitag 10. Februar hatte das Institut für biologische Landwirtschaft und Agrarkultur Luxemburg (IBLA) gemeinsam mit den beiden Bio-Anbauverbänden bio-LABEL und Demeter nach Beringen zum ersten luxemburgischen Leguminosen-Tag eingeladen. Die mehr als 100 Seminarteilnehmer wurden von Steffi Zimmer, Mitarbeiterin des IBLA in die Thematik eingeführt und erhielten von Diplom-Agraringenieur Ludwig Asam, wissenschaftlicher Mitarbeiter des FIBL Deutschland und Bio-Landwirt einen Ausblick über die einzelnen Körnerleguminosenarten und ihre speziellen Eigenschaften. Leguminosen sind gerade in der biologischen Landwirtschaft unentbehrlich, denn ihre Vorteile sind vielfältig. Sie stellen die wichtigste Eiweißquelle dar, sind durch die Symbiose mit Knöllchenbakterien in der Lage Luftstickstoff zu binden und dem Boden zuzuführen und zeichnen sich deshalb durch ihre positive Vorfruchtwirkung aus. Außerdem ist der Wunsch nach Unabhängigkeit von Eiweißimporten aus Südamerika (Regenwaldabholzung) ein Motiv für den Anbau der Leguminosen in Luxemburg. Gegenwärtig werden in Europa 80% des Eiweißes importiert (40Mio. t/Jahr).
Des Weiteren ging Ludwig Asam näher auf die Verarbeitungsmöglichkeiten von Soja ein. Ziel der Aufbereitung von Soja und anderen Körnerleguminosen ist die Inaktivierung der antinutritiven Substanzen, die die Verwertbarkeit des Eiweißes durch die Tiere mindern. Gleichzeitig darf aber das Protein nicht geschädigt werden. Diverse Methoden der Aufbereitung (u.a. Toasten oder Dämpfen) wurden vorgestellt.
Dr. Daniel Nyfeler, Futterbau-Berater und Lehrer am Bildungs- und Beratungszentrum Arenenberg, Schweiz, zeigte in einem ersten Teil Ergebnisse seiner Dissertation. Mit anschaulichen Versuchen zeigte er, dass der Futterertrag von Mischsaaten aus Gräsern und Leguminosen weit höher liegt, als jener der besten Monokultur. Weiter zeigte er, dass gering gedüngte Mischsaaten (- 50 kg N/ha) mit einem Leguminosenanteil von 60-70% den gleichen Ertrag bringen wie eine extrem hoch gedüngte Gräserreinsaat (450 kg N/ha). Durch den Anbau von gut geplanten Mischungen kann das Risiko von Nitratauswaschungen minimiert und große N-Düngemengen eingespart werden. Im zweiten Teil seiner Präsentation stellte Dr. Daniel Nyfeler ein Projekt zur Herstellung von Weißkleewürfeln für die Eiweißversorgung der Wiederkäuer vor.
Die luxemburgischen Bio-Landwirte, Jean-Lou Colling-von Roesgen und Marc Emering sprachen über ihre eigenen Erfahrungen mit dem Leguminosenanbau auf ihren Betrieben.
Steffi Zimmer stellte das Projektes „LegoLux“ vor. Dies ist ein Projekt des IBLA in eger Zusammenarbeit mit der BIOG und der Uni Kassel im Rahmen der Dissertation von Steffi Zimmer. Die Anbauwürdigkeit von Körnerleguminosen als regionales Futtermittel im biologischen Landbau in Luxemburg stehen im Fokus.
Dieser Versuch, sowie sämtliche anderen Versuche und Projekte des IBLA haben als Ziel, direkte Resultate für die Landwirtschaft zu liefern.
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