Aufgaben und Ziele

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Biobauern gründen das "Institut fir biologesch Landwirtschaft an Agrarkultur Luxemburg", IBLA Luxemburg

Am Freitag den 23. November haben die beiden Bio-Landbauvereine bio-LABEL Luxemburg und Demeter Luxemburg eingeladen, um das neu gegründete "Institut fir biologesch Landwirtschaft an Agrarkultur Luxemburg", IBLA Luxemburg vorzustellen. Das neue Institut wird dabei unterstützt vom Forschungsinstitut für biologischen Landbau FIBL aus Frick/Schweiz. Hauptgründungsmitglieder des Vereins sind die beiden Bio-Vereine Demeter und bio-LABEL Luxemburg, das FIBL aus der Schweiz, sowie weiterhin Biobauern, Verarbeiter, Händler sowie weitere Personen des öffentlichen Lebens. In Luxemburg gibt es zurzeit 60 Biobauern, die eine Fläche von etwas über 3.000 ha (ca. 2,5%) bewirtschaften. In der Schweiz gibt es rund 6.300 Biobauern mit 117.117 ha (ca. 11%) der landwirtschtlichen Nutzfläche.

Ziel des Institutes

Ziel des Institutes ist die Forschung im Biolandbau in Luxemburg zu thematisieren und einzuführen. Im Gegensatz zu anderen Ländern gibt es in Luxemburg keine Forschung, die den biologischen Landbau in den Mittelpunkt stellt und die Methoden des biologischen Landbaus erforscht oder auch bestehende wissenschaftliche Ergebnisse des Biolandbaus berücksichtigt. Das Institut möchte daher zuerst wissenschaftliche Ergebnisse aus dem Ausland in Luxemburg allgemein bekannt machen und wissenschaftliche Ergebnisse auch vermehrt in der eigenen Beratungsstelle für biologische und biologisch-dynamische Landwirtschaft zur Geltung bringen. Mittelfristig sollen aber auch eigene Projekte und Untersuchungen durchgeführt werden und entsprechende Partner in Luxemburg sowie Gelder hierzu gefunden werden. Das neue Institut versteht sich nicht als Konkurrenz zu bereits bestehenden Forschungsstellen, sondern soll komplementär den Bereich der Forschung im biologischen Landbau abdecken. Das IBLA Luxemburg möchte hierzu verschiedene Projekte aufgreifen und durchführen und auch die Hilfe und Partnerschaft von einschlägigen Institutionen und Verwaltungen miteinbeziehen.

Forschungsinstitut FIBL aus der Schweiz als Partner

Mit dem FIBL aus der Schweiz wurde ein sehr kompetenter Partner gefunden. An dem Institut für biologischen Landbau in Frick arbeiten mehr als 100 Personen in den verschiedensten nationalen und internationalen Projekten zur Erforschung des Biolandbaus und dessen Bedeutung für die Gesellschaft. Für die Gründung des Institutes ist der Direktor Dr. Urs Niggli angereist und weist auf die bisherigen, vielen positiven Eigenschaften des biologischen Landbaus hin, welche auch in vielen wissenschaftlichen Untersuchungen belegt sind. Der biologische Landbau schont die Umwelt am besten, schafft Arbeitsplätze und das besonders im ländlichen Raum, wirkt sich positiv auf die Märkte aus und ist die klimafreundlichste Form der Landwirtschaft.

Agrarforschung in Luxemburg

Die Forschung in der Landwirtschaft in Luxemburg erfolgt im Wesentlichen über das CRP Gabriel Lippmann und Henri Tudor, in enger Zusammenarbeit mit dem Fond National de la Recherche (Finanzierung) und verschiedenen Ministerien (vor allem Landwirtschaft). Forschungsbereiche sind z.B. Wasser- und Bodenschutz, Nachwachsende Rohstoffe und Biomasseverwertung, usw.

 

1. Forschungsfelder

Trinkwasserschutz:

In Trinkwasserschutzgebieten werden bisher Düngepläne für die Betriebe erstellt, teilweise werden Dünge- und Spritzmittel reduziert, aber der Verzicht steht nicht zur Debatte. Einzelne Projekte werden wissenschaftlich begleitet, jedoch spielt der Biolandbau als Konzept keine Rolle.

Ökobilanz und Klimaschutz

Von allen Formen der Landwirtschaft hat der Biolandbau die geringsten negativen Auswirkungen auf die Natur und die Umwelt. Dies wurde bereits in vielen Untersuchungen belegt.

In der Klimaschutzdiskussion spielt der Biologische Landbau keine Rolle, obwohl Energie eingespart und infolge höherer Humusgehalte mehr CO2 eingelagert wird.

Versuchs- und Demonstrationsfelder

Bisher wurden seitens der Beratungsstelle einige Felderbegehungen/Jahr auf Biobetrieben durchgeführt. In der traditionellen Landwirtschaft gibt es einige Demonstrations- und Versuchsflächen, aber ohne Bio-Landbauvariante.

Die Biobauern machen ihre eigenen Versuche, müssen aber auch das Risiko selbst tragen.

2. Beratung biologische Landwirtschaft

Seit 2002 gibt es in Luxemburg als Gemeinschaftsprojekt der beiden Biovereine bio-LABEL und Demeter die Beratungstelle für biologische und biologisch-dynamische Landwirtschaft, lange unter dem Namen Bioberodung mit eigenem Logo bekannt. Die Bioberodung wurde zur Beratungsabteilung des neu geschaffenen IBLA. Zum Teil können auch Ergebnisse aus der IBLA-Forschung in die Beratung mit einfließen.

Die Beratung wird zu 80 % aus Mitteln des Ministeriums für Landwirtschaft und Sport gedeckt.

3. Dokumentation

Das FIBL besitzt eine gute Kollektion an Broschüren und anderen Dokumentationen, von denen viele auch in Luxemburg zu Einsatz kommen könnten. Wir würden diese gerne in Luxemburg vertreiben.

Mit dem FiBL wollen wir Fachinformationen zum Biologischen Landbau zielgruppengerecht aufbereiten: Für Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft genauso wie für Laien.

 

 

Institut fir biologesch Landwirtschaft an Agrarkultur Luxemburg asbl. - IBLA Luxemburg

13, parc d'activité Syrdall  L-5365 Munsbach